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Rechnet sich KI im Unternehmen? Vier Szenarien, ehrlich gerechnet.

Viele KI-Rechnungen zeigen nur den besten Fall. Eine ehrliche Rechnung trennt eingesparte Zeit von eingespartem Geld, Mehrumsatz von Gewinn und rechnet auch das Szenario, in dem sich die Investition nicht lohnt.

Aktualisiert Oktober 2026 · Ca. 8 Min. Lesezeit

Die Formel

  • Realisierte Einsparungen: nur was wirklich weniger kostet, etwa gekündigte Dienstleister, wegfallende Überstunden, nicht nachbesetzte Stellen.
  • Zusätzlicher Deckungsbeitrag: Mehrumsatz nach Abzug der variablen Kosten. 100 Euro mehr Umsatz sind nicht 100 Euro mehr Gewinn.
  • Laufende Kosten: Abos, Nutzungsgebühren, Betreuung.
  • Anteilige Einführungskosten: Einrichtung, Integration, Schulung, verteilt auf die Jahre der Nutzung.

Vier Szenarien an einem Modellbeispiel

Modellannahme, erfunden und vereinfacht: ein Hotel mit 42 Zimmern, mögliche Einsparungen von 335.000 Euro im Jahr, möglicher Mehrumsatz von 150.000 Euro, 60 Prozent Deckungsbeitrag auf den Mehrumsatz. Ein Vergleich wie dieser misst nicht, was KI bewirkt. Er zeigt, wie die Faktoren zusammenwirken.

Realisierte Einsparungen

Optimistisch
335.000 €
Mittleres Szenario
201.000 €
Vorsichtig
100.500 €
Negativ
33.500 €

+ Deckungsbeitrag

Optimistisch
90.000 €
Mittleres Szenario
45.000 €
Vorsichtig
0 €
Negativ
0 €

– laufende Mehrkosten

Optimistisch
18.000 €
Mittleres Szenario
24.000 €
Vorsichtig
30.000 €
Negativ
36.000 €

– Einführung pro Jahr (÷ 3)

Optimistisch
10.000 €
Mittleres Szenario
15.000 €
Vorsichtig
20.000 €
Negativ
30.000 €

Nettoeffekt pro Jahr

Optimistisch
397.000 €
Mittleres Szenario
207.000 €
Vorsichtig
50.500 €
Negativ
– 32.500 €

Das negative Szenario beschreibt, was passiert, wenn frei gewordene Zeit nicht zu weniger Kosten führt, kein zusätzliches Geschäft entsteht und Einführung und Betrieb teurer werden als gedacht. Dann kostet Automatisierung Geld.

Die zweite Bilanz

Neben den sichtbaren Kosten gibt es Verluste, die nie eine Rechnung erzeugen: unbeantwortete Anfragen, nicht nachverfolgte Angebote, Wartezeiten, Wissen, das an einer Person hängt, Geschäft, das aus Kapazitätsmangel abgelehnt wird. Rechnen Sie sie getrennt: Umsatzpotenzial ist eine Chance, der Deckungsbeitrag daraus eine Schätzung, erst das realisierte Ergebnis zählt.

So rechnen Sie selbst

  • Was kostet eine Aufgabe heute? (Was kostet ein Mitarbeiter wirklich?)
  • Was davon wird wirklich zu Geld?
  • Was kostet die Lösung, einmalig und laufend?
  • Was bringt sie zusätzlich, als Deckungsbeitrag gerechnet?
  • Rechnen Sie vier Szenarien. Wenn es sich nur im optimistischen Fall lohnt, lassen Sie es.

Nächster Schritt

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